Berliner Tageszeitung - Stevo Pendarovski

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Stevo Pendarovski




Stevo Pendarovski

Mit dieser Aktion hat Nordmazedoniens Präsident ein ganz deutliches Zeichen gesetzt und gezeigt, dass manche Präsidenten ein Herz haben und sich nicht nur vom Volk aushalten lassen!
  
Nachdem ein Mädchen mit Down-Syndrom von Mitschülern und deren Eltern schikaniert worden war, nahm Stevo Pendarovski das Kind bei der Hand und brachte sie zur Schule. Das Netz ist begeistert. Wegen ihrer Behinderung hatten ihre Klassenkameraden das Mädchen geschnitten. Seit dem Ende der Winterferien am 1. Februar 2022 saß das elfjährige Mädchen mit Down-Syndrom in der „Bashkimi – Einheit“-Schule in Gostivor allein im Klassenzimmer. Der Grund: Aus Protest gegen ihr angeblich aggressives Verhalten hatten die Eltern ihrer Klassenkameraden einen Unterrichtsboykott initiiert.
  
Das arme kleine Mädchen lange abgesondert von den anderen Schülern in der zugigen Halle der Schule, mit einer kleinen Elektroheizung zum Aufwärmen. Auf Drängen von Emblas Eltern hatte die Schulleitung zum  Ende der Winterferien endlich die seit Jahren versprochene Integration des Mädchens in den Klassenverband angekündigt. Doch die empörten Eltern der Mitschüler liefen gegen den Integrationsversuch Sturm – und forderten in einer Petition ihrerseits Emblas Schulausschluss.
  
Behinderte Menschen haben auf dem Balkan oft einen schweren Stand. Doch ein TV-Bericht über Emblas Schicksal und die Diskriminierung in der mehrheitlich von Albanern bewohnten Provinzstadt alarmierte in dem Vielvölkerstaat nicht nur den Ombudsmann, sondern auch den Landesvater. Demonstrativ besuchte Präsident Stevo Pendarovski in dieser Woche Emblas Familie – und begleitete sie in ihre Schule und sprach als Präsident ein Machtwort!
  
„Emblas Fall erinnert uns an die Vorurteile, mit denen wir leben – und an die Notwendigkeit eines besseren Schutzes für Kinder mit Behinderungen“, so die Botschaft des 58-jährigen Staatspräsidenten - und siehe da, ab sofort traut sich niemand mehr, das schwerbehinderte Kind auszugrenzen, ein Beispiel, welches dringend Schule machen solle!
  
An dieser Stelle erinnern wir an die katastrophal erbärmliche Unfähigkeit des Oberbürgermeisters von Potsdam, Mika Schuber (SPD), welcher samt seiner Verwaltung über Jahre eine eklatante Fehlplanung an den Tag legte, und nicht in der Lage war, einem mehrfach schwerbehinderten Kleinkind, die ihm zustehend behindertengerechte Tagespflege in einer entsprechenden Einrichtung zuzuweisen, wir berichteten mehrfach: https://www.BerlinerTageszeitung.de/politik/89529-mike-schubert-brigitte-meier-ursula-nonnenmacher-oder-der-skandal-in-potsdam-um-ein-schwerbehindertes-kleinkind-und-seinen-kita-platz-2.html
  
Vor diesem Hintergrund erhält der Staatspräsident von Nordmazedonien, Stevo Pendarovski - für seinen mutigen und vorbildhaften Einsatz, für Menschen mit Behinderungen, von BERLINER TAGESZEITUNG den positiven KNORKE-Preis der Woche!
 
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Erklärung des KNORKE Preises:
Knorke ist ein Wort der Umgangssprache und bedeutet so viel wie "gut", "ausgezeichnet", "zufrieden", ähnlich dem heutigen Gebrauch von cool. KNORKE ist als Wort seit 1916 in Berlin nachgewiesen und wurde rasch zum beliebten Modewort des Zeitungsjournalismus. Um 1956/57 hatte die Berliner Bekleidungsfirma Leineweber unter Berliner Schulkindern einen  Wettbewerb ausgeschrieben, um einen Namen für etwas ganz Besonderes zu  finden. Der Siegername war KNORKE, begründet wurde dies mit der  Wortbedeutung "toll", "klasse".
 
"KNORKE" ist  Bestandteil des "Berliner Dialekt" (auch als Berliner Mundart,  Berlinisch oder Berlinerisch bezeichnet), eine Mundart, welche im  Großraum Berlin-Brandenburg gesprochen wird. Im Zusammenhang mit einem  oft derben, aber herzlichen Humor wird diese Ausdrucksweise auch als  "Schnauze mit Herz" bezeichnet. BERLINER TAGESZEITUNG vergibt den "KNORKE Preis" wöchentlich, für ganz besonders gute Leistungen, wobei dieser BTZ-Preis im "sehr positiven Sinne" und als HERVORRAGEND gewertet werden darf!