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Jemen: Ex-Präsident Salehim kleinen Familienkreis beigesetzt

POLITIK 09.12.2017

Der von Huthi-Rebellen getötete frühere jemenitische Präsident Ali Abdullah Saleh ist in kleinem Kreis beigesetzt worden. Die Bestattung habe am Samstag in Salehs Heimatdorf nahe der Hauptstadt Sanaa stattgefunden, sagte ein Vertrauter der Familie. Es hätten nicht mehr als 20 Menschen an der Zeremonie teilnehmen dürfen, die von den schiitischen Rebellen streng überwacht worden sei.

Ein Huthi-Vertreter bestätigte, dass Saleh unter hohen Sicherheitsvorkehrungen beigesetzt worden sei. Den Informationen zufolge nahmen Parlamentspräsident Jahja Ali al-Rai, der Salehs Partei angehört, sowie Huthi-Kommandeur Ali Abu al-Hakim an der Beisetzung teil. Auch Salehs Sohn Madin und ein Neffe des Verstorbenen hätten dabei sein dürfen.

Saleh war am Montag von Huthi-Rebellen getötet worden, als er aus Sanaa fliehen wollte. Zuvor war es zu einem offenen Bruch zwischen ihm und den Rebellen gekommen.

Im Bürgerkrieg spielte der ehemalige Präsident eine wichtige Rolle. Mit den Huthis ging er eine Allianz ein, die vom schiitischen Iran gestützt wurde. Das Bündnis kämpft gegen Kräfte, die von der rivalisierenden sunnitischen Regionalmacht Saudi-Arabien unterstützt wurden.