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Vivantes Klinikum Berlin Friedrichshain – Klinikskandal

BOULEVARD 06.10.2017

Das die Vivantes Kliniken in Berlin – einen ohnehin sehr "bescheidenen Ruf" haben – muss vermutet werden, zumindest wenn man sich an den Fall von Nuray Demirbag erinnert, welche Strafanzeige wegen unterlassener Hilfeleistung gegen das Vivantes-Klinikum Neukölln gestellt hat. Das einzig was Nuray Demirbag (42) von ihrer Tochter Elif geblieben war, ist ein Foto mit Fußabdrücken ihres toten Kindes. Am 18. Juli 2015, wurde Elif um 23.10 Uhr tot geboren, mit 51 Zentimeter und 3.525 Gramm schwer. Nuray Demirbag sagte nach einer katastrophalen Krankenhaus-Odyssee im Vivantes Klinikum Neukölln: „Mir wurde das Liebste genommen, weil mir niemand geholfen hat“, sagt Nuray Demirbag. Mit dem Satz: „Wir sind gerade zu voll, warten Sie bis morgen“, hatte man Nuray Demirbag in dreister Weise weggeschickt, ein Fall, welcher zumindest hinterfragen lässt, ob man es der ein oder andere Arzt im Vivantes Klinikum, wirklich so "genau nimmt", mit dem hippokratischen Eid?

Aktuell wollen wir von einem weiteren Klinik-Skandal berichtet, nunmehr im Vivantes Klinikum in Berlin-Friedrichshain, an der Landsberger Allee, bei welchem der Redaktion in Schriftform das beschämende Eingeständnis einer "verlorengegangen Blutprobe" vorliegt, welche für ein Baby von sechs Monaten dringend zur Bestimmung eines möglichen Gen-Defektes entnommen war. Dort gestand Oberarzt Dr. Karl-Ulrich Schunck in Schriftform per E-Mail ein (liegt der Redaktion vor), dass Blut für das Baby H. (6 Monate zum Zeitpunkt) wäre auf dem Weg zum Gen-Labor "verlorengegangen", eine Entschuldigung des Leiters der Kinder- und Jugendmedizin, Prof. Dr Hermann Josef Girschick, gegenüber den Eltern – bliebt bis heute aus, was dies in puncto Moral und Anstand bedeutet – mag der Leser selbst bewerten. Dass dies nicht das einzige "Novum" im Vivantes Klinikum Friedrichshain ist, zeigt der Fall der bereits vorgenannte Fall kleinen H. weiter, das Kind wurde unvorstellbare 3 Stunden in Vollnarkose gehalten, für eine MRT-Untersuchung (Foto- und Zeugenaussagen liegen der Redaktion vor). Im Anschluss an diese dreistündige Vollnarkose – für eine MRT-Untersuchung für ein Baby von sechs Monaten – versuchte sich das Vivantes-Klinikum Friedrichshain damit herauszureden, "das MRT-Gerät" hatte technische Probleme, diese Aussage spricht Bände für den Zustand der Klinik …

Das die kleine H. sehr krank ist, zeigt der Umstand, dass sie bereits im SPZ (Sozialpädiatrisches Zentrum) bei Frau Dr. Katja von Au in Behandlung war, warum man, das ohnehin schwer kranke Kind einer neuerlich schmerzvollen Blutabnahme aussetzte – wird medizinisch wohl kaum seriös beantwortet werden können, wie der mehr als fragwürdige Grund, ein Kind von nur sechs Monaten in einer Vollnarkose zu halten, weil das MRT-Gerät technische Problem hat! Die zusätzlichen Schmerzen des Kindes, für eine erneute Blutprobe, konnte hierbei ebenso wenig – wie finanzielle Angebot des Vivantes Netzwerk für Gesundheit GmbH (Schaden Nummer 5986415/20.31.01/K91), durch deren Versicherung, der Basler Versicherungs-AG / Ecclesia Versicherungsdienst GmbH – wiedergutmachen, welches die Eltern mit Abscheu ausschlugen. Von der gesundheitlichen Gefahr, welche eine drei Stunden Vollnarkose – für eine MRT-Untersuchung mit sich bringt, mag hier ganz zu schweigen sein.

Das Fazit der Eltern der kleinen H. zu diesem Fall lautet: "Den beteiligten Ärzten im Vivantes Friedrichshain, gehört die Zulassung entzogen, ein scheinbar marodes MRT-Gerät zeugt ebenso wie verlorengegangenes Blut - von einer katastrophal fragwürdigen Pflichtauffassung!"