Berliner Tageszeitung - DLR will bis 2040 "ökoeffizientes" Verkehrsflugzeug entwickeln und auch einsetzen

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DLR will bis 2040 "ökoeffizientes" Verkehrsflugzeug entwickeln und auch einsetzen




DLR will bis 2040 "ökoeffizientes" Verkehrsflugzeug entwickeln und auch einsetzen
DLR will bis 2040 "ökoeffizientes" Verkehrsflugzeug entwickeln und auch einsetzen / Foto: © AFP

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) will bis zum Jahr 2040 ein "ökoeffizientes" Verkehrsflugzeug mit mindestens 70 Sitzen und einer Reichweite von 2000 Kilometern entwickeln und zum Einsatz bringen. Seit Anfang des Jahres arbeiten 45 Wissenschaftler am Projekt Exact (Exploration of Electric Aircraft Concepts and Technologies), wie das DLR am Montag mitteilte. Sie untersuchen zunächst unterschiedliche hybrid-elektrische Antriebe.

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"Flugzeuge mit verbesserter Klimabilanz erfordern grundlegend neue Antriebstechnologien", erklärte das DLR. Demnach bieten durch Batterien, Brennstoffzellen oder mit Wasserstoff angetriebene Flugzeuge das Potenzial, mit "erheblich weniger" Emissionen und weniger Lärm zu fliegen. Das Ziel sei, dass die Emissionen des Flugzeugs das Klima nicht negativ beeinflussen - und es gleichzeitig wirtschaftlich zu betreiben ist.

Die Wissenschaftler suchen dabei Antworten etwa auf die Frage, wie Elektromobilität am Himmel beschaffen sein müsste, um die durch den Luftverkehr verursachten Emissionen drastisch zu senken, erläuterte das DLR. Sie wollen demnach klären, wie Flugzeuge mit alternativen Antrieben ökologisch und wirtschaftlich zugleich sein können und wie Flughäfen oder Wartungshallen verändert werden müssten.

In der Vergangenheit seien Flugzeuge primär kostengetrieben entwickelt worden, ihre Klimawirkung sei erst im Nachgang analysiert worden. "Wir drehen diesen Prozess erstmals um", erklärte Johannes Hartmann vom DLR-Institut für Systemarchitekturen der Luftfahrt. "Wir wählen damit einen revolutionären Ansatz für unsere Arbeiten."

Das DLR verfüge über eine "weltweit einzigartige Kompetenz für die Durchführung einer solch komplexen Studie", sagte Hartmann weiter. "In unserem 45-köpfigen Team bündeln wir unsere Kompetenzen aus den unterschiedlichen Forschungsbereichen."

(C. Fournier--BTZ)