Berliner Tageszeitung - Städtetag warnt vor Flickenteppich bei der Grundsteuerreform

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Städtetag warnt vor Flickenteppich bei der Grundsteuerreform




Städtetag warnt vor Flickenteppich bei der Grundsteuerreform
Städtetag warnt vor Flickenteppich bei der Grundsteuerreform / Foto: © AFP

Der Deutsche Städtetag hat bei der umstrittenen Reform der Grundsteuer vor einem Flickenteppich gewarnt. "Bund und Länder müssen sich auf eine bundeseinheitliche Regelung für die Grundsteuer verständigen. Alleingänge sind kontraproduktiv", erklärte der Vizepräsident des Städtetags, Nürnbergs Oberbürgermeister Ulrich Maly (SPD), am Dienstag nach einer Sitzung des Präsidiums des Gremiums in Bayreuth. Er bezog sich auf Forderungen Bayerns nach einer Öffnungsklausel in der Reform.

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Maly erklärte, "ein einheitliches Recht hält den Bürokratie- und Verwaltungsaufwand in Grenzen und ist allemal besser als 16 verschiedene steuerliche Bewertungsregelungen". Außerdem werde sichergestellt, dass die Bundesländer nicht in einen unfairen Steuerwettbewerb über die Bewertung von Grundstücken eintreten. Außerdem bleibe die Grundsteuer mit anderen Steuern und Abgaben kompatibel.

Der Städtetag forderte den Bund auf, "umgehend" einen Gesetzentwurf für die Grundsteuerreform vorzulegen. Die Städte seien voller Sorge, dass der Bund und die Länder auch neun Monate vor Ablauf der Frist für die Reform noch immer kein Gesetzgebungsverfahren eingeleitet haben. Die Reform dürfe nicht scheitern - es stünden 14 Milliarden Euro auf dem Spiel.

Bund und Länder ringen seit Monaten um einen Kompromiss für die vom Bundesverfassungsgericht bis Jahresende angeordnete Grundsteuerreform. Zuletzt lehnte Bayern einen Kompromiss weiter ab und forderte eine Öffnungsklausel, um eigene Regeln treffen zu können.

Nach Informationenn von BERLINER TAGESZEITUNG will die CDU der Schwesterpartei eine Öffnungsklausel erlauben. Der stellvertretende Vorsitzende der Unions-Bundestagsfraktion, Andreas Jung (CDU), sagte nach Information von BERLINER TAGESZEITUNG, in einem aktuellen Interview, die Länder, die eigene Regelungen erlassen wollten, "sollen dazu die Möglichkeit haben". Es gebe keinen zwingenden Grund für eine bundeseinheitliche Regelung.

 

(A. Williams--BTZ)