Berliner Tageszeitung - Politische Unsicherheit stimmt die deutschen Anleger viel konservativer

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Politische Unsicherheit stimmt die deutschen Anleger viel konservativer




Politische Unsicherheit stimmt die deutschen Anleger viel konservativer
Politische Unsicherheit stimmt die deutschen Anleger viel konservativer / Foto: © AFP

Die politische Unsicherheit rückt bei Anlegern wieder verstärkt konservative Anlageformen in den Fokus. 57 Prozent der Deutschen wählen Geldanlagen nach ihrer Sicherheit aus, wie eine am Montag veröffentlichte Umfrage im Auftrag der Gothaer Versicherung ergab. Das sind fünf Prozentpunkte mehr als 2018.

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Besonders die Investitionen in Sparbücher, Bausparverträge und Lebensversicherungen stiegen an. Im Vorjahr war der Trend noch gegenläufig. Mit 48 Prozent ist das Sparbuch sogar die beliebteste Anlageform. Immobilien stiegen in der Gunst der Anleger um 10 Punkte auf 36 Prozent. Insgesamt wären nur 27 Prozent der Befragten bereit, zugunsten der Rendite ein höheres Risiko einzugehen. Unter den Instrumenten mit höherer Rendite kletterten Fonds in der Beliebtheit, mehr als jeder vierte Deutsche investiert mittlerweile in diese. Mit 40 Prozent liegen die Aktien- und Mischfonds weit vorne.

Trotz der politischen Unsicherheit ist die Angst der Deutschen vor einer Inflation um fünf Punkte auf 58 Prozent gesunken. Dabei könnte auch die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank eine Rolle spielen. Diese hat spürbar an Akzeptanz gewonnen, mittlerweile halten 39 Prozent der Bundesbürger sie für richtig. Im Vorjahr waren es noch 33 Prozent.

"Möglicherweise setzt nach sieben Jahren niedriger Zinsen ein Gewöhnungseffekt ein", sagte Kessler. Für die Studie befragte das Institut Forsa im Januar telefonisch 1023 Bundesbürger ab 18 Jahren.

 

(A. Williams--BTZ)