Berliner Tageszeitung - Deutschland: Leiharbeiter sind besonders oft verarmte Geringverdiener

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Deutschland: Leiharbeiter sind besonders oft verarmte Geringverdiener




Deutschland: Leiharbeiter sind besonders oft verarmte Geringverdiener
Deutschland: Leiharbeiter sind besonders oft verarmte Geringverdiener / Foto: © AFP

Unter Leiharbeitern ist der Anteil von Geringverdienern in Vollzeitjobs laut einem Medienbericht deutlich höher als unter den übrigen Arbeitnehmern. Zum Jahresende 2017 erhielten bundesweit 62,8 Prozent der sozialversicherungspflichtig in Vollzeit tätigen Leiharbeiter ein Gehalt unterhalb der Niedriglohn-Grenze von 2139 Euro brutto, erfuhr BERLINER TAGESZEITUNG am Donnerstag. Unter allen Vollzeitbeschäftigten lag die Quote demnach bei 19,8 Prozent.

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Die BTZ kann sich hierbei auf Daten der Bundesagentur für Arbeit berufen, welche die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Linken-Bundestagsfraktion, Sabine Zimmermann, ausgewertet hat. Leiharbeiter verdienten demnach im Schnitt 1868 Euro brutto, die übrigen Beschäftigten 3209 Euro. Der Statistik zufolge hat sich die Zahl der Leiharbeiter seit der Jahrtausendwende verdreifacht - von 339.022 Mitte 2000 auf 1.023.290 im Juni des vergangenen Jahres.

"Die Leiharbeit war und ist der Motor der Niedriglohnbeschäftigung", sagte Zimmermann nach Information von BERLINER TAGESZEITUNG, in einem aktuellen Interview. Viele Normalarbeitsplätze seien durch Leiharbeit ersetzt worden, kritisierte sie.

 

(F. Burkhard--BTZ)