Berliner Tageszeitung - Frankreich trifft wirtschaftliche Vorkehrungen für "harten Brexit"

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Frankreich trifft wirtschaftliche Vorkehrungen für "harten Brexit"




Frankreich trifft wirtschaftliche Vorkehrungen für "harten Brexit"

Frankreich trifft Vorkehrungen für einen "harten Brexit": Die Regierung setzte am Donnerstag in Paris einen Plan in Gang, der das Land für den Fall eines ungeordneten EU-Austritt Großbritanniens am 29. März wappnen soll. Vorgesehen sind unter anderem Hilfen in Höhe von 50 Millionen Euro für französische Häfen und Flughäfen, die mit am meisten betroffen sein könnten.
 
Premierminister Edouard Philippe kündigte zusätzlich die Rekrutierung von rund 600 Zöllnern und Veterinären an. Sie sollen nach seinen Worten für die "nötigen Kontrollen" sorgen, sollte bis Ende März kein neues Austritts-Abkommen der EU mit London stehen. Die französische Nationalversammlung und der Senat sollen die Vorgaben bis Freitag beschließen.
 
Die französische Regierung befürchtet schwerwiegende Auswirkungen im Reiseverkehr und auf den Agrar- und Fischereisektor, wenn die bisherigen EU-Abkommen zur Zusammenarbeit ersatzlos wegfallen.
 
Das britische Parlament hatte den von Premierministerin Theresa May ausgehandelten Brexit-Vertrag mit der EU am Dienstag mit großer Mehrheit durchfallen lassen. Ein Misstrauensvotum überstand May am Mittwoch aber.

 

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(N. Nilsson--BTZ)