Berliner Tageszeitung - Abstiegskandidat Hannover 96 holt Doll als Nachfolger für Breitenreiter

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Abstiegskandidat Hannover 96 holt Doll als Nachfolger für Breitenreiter




Abstiegskandidat Hannover 96 holt Doll als Nachfolger für Breitenreiter
Abstiegskandidat Hannover 96 holt Doll als Nachfolger für Breitenreiter / Foto: © AFP

Abstiegskandidat Hannover 96 hat sich von seinem Trainer Andre Breitenreiter getrennt und Thomas Doll als Nachfolger verpflichtet. Der Tabellenvorletzte der Fußball-Bundesliga reagierte damit nach acht Spielen ohne Sieg auf die sportliche Krise.

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Mit dem 52-jährigen Doll einigten sich die Niedersachsen am Sonntagabend auf einen Vertrag bis 2020, der auch für die 2. Liga gilt. "Er hat bei all seinen bisherigen Stationen erfolgreiche Arbeit geleistet und immer wieder den Nachweis erbracht, dass er vorgegebene Ziele erreicht - sowohl im Kampf um den Klassenerhalt als auch um Titel und die Teilnahme am internationalen Geschäft", sagte Manager Horst Heldt: "Er kennt die Bundesliga in- und auswendig."

Hannover vollzog damit nach dem 1:5 bei Borussia Dortmund die dritte Trainerentlassung der Bundesliga-Saison - zuvor mussten bereits Heiko Herrlich (Bayer Leverkusen) und Tayfun Korkut (VfB Stuttgart) gehen. Bereits nach dem 0:1 gegen Werder Bremen zum Auftakt der Rückrunde hatte es Berichte über eine bevorstehende Trennung von Breitenreiter gegeben.

Breitenreiter, gebürtiger Hannoveraner, hatte 96 im März 2017 übernommen und hatte kurz darauf mit den Niedersachsen die direkte Rückkehr in die Bundesliga perfekt gemacht. In der Vorsaison schaffte er mit dem Aufsteiger als Tabellen-13. unter schwierigen Bedingungen souverän den Klassenerhalt. Direkt vor der laufenden Saison wurde Breitenreiters Vertrag bis 2021 verlängert, nach der Trennung soll er eine Abfindung in Millionen-Höhe erhalten.

Der ehemalige DDR-Auswahlspieler Doll begann seine Trainerkarriere beim Hamburger SV. Borussia Dortmund rettete er 2007 vor dem Abstieg, verließ die Westfalen aber bereits ein Jahr später wieder. Seinen größten Erfolg feierte er in Ungarn, als er 2016 mit Ferencvaros Budapest Meister wurde.

(K. Petersen--BTZ)