Berliner Tageszeitung - Basketball-Star Griner in den USA eingetroffen

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Basketball-Star Griner in den USA eingetroffen




Basketball-Star Griner in den USA eingetroffen
Basketball-Star Griner in den USA eingetroffen / Foto: © AFP

US-Basketball-Star Brittney Griner ist am frühen Freitagmorgen nach dem Gefangenenaustausch wieder in den USA eingetroffen. Sie landete gegen 4.30 Ortszeit in San Antonio in Texas, berichtet die Nachrichtenagentur AFP.

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Die 32-Jährige war gegen den russischen Waffenhändler Wiktor But, als "Händler des Todes" bekannt, eingetauscht worden. Griner hatte mehrere Monate in russischer Gefangenschaft zubringen müssen. Beide waren auf dem Rollfeld des Flughafens von Abu Dhabi ausgetauscht worden.

Staatliche russische Medien hatten Filmaufnahmen des Austausches auf dem Flughafen publik gemacht. In dem Filmmaterial konnte man sehen, wie Griner, ohne ihre markanten Dreadlocks, und ein entspannter But auf dem Rollfeld des Flughafens ihre Wege kreuzten und auf die Flugzeuge zusteuerten, die sie nach Hause bringen würden. Präsident Joe Biden hatte Griners Freilassung am Donnerstag in einer Ansprache an die Nation im Weißen Haus angekündigt. "Sie ist in Sicherheit. Sie sitzt in einem Flugzeug. Sie ist auf dem Weg nach Hause", sagte er.

Dabei hatte sich zuletzt eine Einigung zwischen den USA und Russland nicht angedeutet. Denn seit die zweimalige Olympiasiegerin Griner im Februar festgenommen und danach als politischer Spielball missbraucht worden war, stockten die Verhandlungen. Nun kam es nach fast zehn Monaten zum Durchbruch.

Griner war Anfang August wegen Drogenschmuggels zu neun Jahren Haft verurteilt und zuletzt von Moskau in die Republik Mordowien verbracht worden. Es ging in die IK-2-Strafkolonie in Javas, 500 Kilometer und acht Autostunden von der Hauptstadt entfernt. Russland erhöhte mit dem Schritt nochmals den Druck, offenbar erfolgreich.

Der Preis ist ziemlich hoch, denn im Gegenzug kam But frei, ein Schwerverbrecher, der seit 2010 in einem US-Gefängnis eingesessen hatte. But (55) war zu 25 Jahren Gefängnis verurteilt worden.

L. Andersson--BTZ