Berliner Tageszeitung - New Yorker Polizei entschuldigt sich für Vorgehen gegen Schwule am Stonewall Inn

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New Yorker Polizei entschuldigt sich für Vorgehen gegen Schwule am Stonewall Inn




New Yorker Polizei entschuldigt sich für Vorgehen gegen Schwule am Stonewall Inn
New Yorker Polizei entschuldigt sich für Vorgehen gegen Schwule am Stonewall Inn / Foto: © AFP

50 Jahre nach den Protesten Homosexueller rund um die bekannte Schwulenbar Stonewall Inn hat sich die New Yorker Polizei für ihr damaliges Vorgehen entschuldigt. "Was passiert ist, hätte nicht passieren dürfen", sagte Polizeichef James ONeill am Donnerstag. "Das Vorgehen der New Yorker Polizei war schlicht und ergreifend falsch. Das Vorgehen war diskriminierend und repressiv, und dafür entschuldige ich mich."

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Am 28. Juni 1969 hatte die Polizei das Stonewall Inn gestürmt, eine Schwulenbar in der Christopher Street in Greenwich Village. Empört darüber, dass die Behörden immer wieder gegen Treffpunkte von Homosexuellen vorgingen, versammelten sich hunderte Menschen vor der Bar und bewarfen Polizisten mit Flaschen und anderen Gegenständen.

Auch in den folgenden Tagen kam es in dem Viertel zu schweren Zusammenstößen zwischen Aktivisten und Sicherheitskräften. Rund ein Dutzend Menschen wurden festgenommen.

Die Proteste gelten als einer der Startpunkte der Bewegung für die Rechte Homosexueller in den USA. Ein Jahr nach dem Beginn der Proteste erinnerten Schwulenrechtsgruppen vor dem Stonewall Inn an die Ereignisse - die Geburtsstunde der Gay Pride. 2016 machte der damalige US-Präsident Barack Obama das Stonewall Inn zum ersten nationalen Homosexuellen-Denkmal.

Die New Yorker Polizei hatte es bislang stets abgelehnt, sich für ihr damaliges Vorgehen gegen Homosexuelle zu entschuldigen. Noch 2017 sagte Polizeichef ONeill, eine Entschuldigung sei nicht nötig. Zuletzt war aber der Druck auf die Behörden gestiegen.

New York erinnert in den kommenden Wochen mit einer Reihe von Veranstaltungen an die Anfänge der Schwulenrechtsbewegung. Höhepunkt wird die WorldPride am 30. Juni, die das größte Treffen der LGBT-Bewegung weltweit werden soll.

(D. Wassiljew--BTZ)