Berliner Tageszeitung - Datenschutz: Arbeit Facebook mit Methoden der Geheimdienste?

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Datenschutz: Arbeit Facebook mit Methoden der Geheimdienste?




Datenschutz: Arbeit Facebook mit Methoden der Geheimdienste?

Kürzlich wurde bekannt, dass der Sozial-Media-Konzern Facebook auf geradezu dreiste Art und Weise eine Liste mit Namen und Daten seiner Gegner führt. Das Unternehmen spricht von „Drohungen“ und „Gefährdern“, denen angeblich begegnet werden müsse. Damit maßt sich Facebook jedoch Befugnisse von Staat und Polizei an resümieren hierzu nicht nur Politik-, sondern vor allem auch Sicherheitsexperten.
 
Soziale Plattformen wie Facebook sind in allererster Linie Datenkonzerne, welche erfahrungsgemäß sehr viel Geld in die Beobachtung ihrer Gegner investieren. Facebook und Google sind in Sachen Datenverwertung in einer marktbeherrschenden Position, und zwar weltweit. Facebook hat sich zudem nicht nur mit Cambridge Analytica Datenskandale geleistet, bei denen eines deutlich geworden ist: Facebook ist mit den Daten von Internet-Nutzern und Mitgliedern ganz oft vollkommen verantwortungslos umgegangen. Die Verwertungsinteressen überwogen da stets die Datenschutzinteressen.
 
Dieses äußerst fragwürdige Gebaren von Facebook und Google gehört nach Ansicht von Parteien und Rechtsexperten ebenso wie die fragwürdigen Steuergebühren der Internetkonzerne dringend auf den juristischen Prüfstand gestellt und sollte in eine politisch wie gesetzliche Regulierung führen, um den Bürger von Großkonzernen wie Facebook zu schützen.

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(N. Nilsson--BTZ)