Berliner Tageszeitung - Umstrittene Fußball-WM in Katar eröffnet

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Umstrittene Fußball-WM in Katar eröffnet




Umstrittene Fußball-WM in Katar eröffnet
Umstrittene Fußball-WM in Katar eröffnet / Foto: © AFP

Begleitet von massiver Kritik wegen der Menschenrechtslage im Gastgeberland ist am Sonntag die Fußball-WM in Katar eröffnet worden. Tausende Zuschauer nahmen an der pompösen Eröffnungsfeier in dem von Beduinenzelten inspirierten Al-Bayt-Stadion im nördlich von Doha gelegenen Al-Chaur teil. Der Golfstaat wird scharf wegen seines Umgangs mit ausländischen Arbeitskräften, mit Frauen und Vertretern der LGBTQ-Gemeinschaft kritisiert.

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Für Stimmung kurz vor dem Auftaktspiel Katars gegen Ecuador sorgte während der Eröffnungszeremonie unter anderem der südkoreanische K-Pop-Star Jung Kook. Im Publikum waren neben Prominenten auch ausländische Regierungsvertreter wie der saudiarabische Kronprinz Mohammed bin Salman vertreten. Nach einem jahrelangen Konflikt auf der arabischen Halbinsel hatte bin Salman erst im Dezember vergangenen Jahres erstmals wieder den Golfstaat Katar besucht.

Die WM kostet den Golfstaat schätzungsweise 200 Milliarden Dollar und ist damit die teuerste Fußball-Weltmeisterschaft der Geschichte. Mehrere neue Stadien wurden eigens für das Großereignis aus dem Boden gestampft.

Die WM, die am 18. Dezember endet, ist die erste in einem arabischen Land. Zudem wird das Turnier erstmals nicht im europäischen Sommer, sondern am Jahresende ausgetragen. Die deutsche Mannschaft steigt am Mittwoch bei ihrem Duell gegen Japan ins Turnier ein.

Der Weltfußballverband Fifa hatte die WM im Jahr 2010 an Katar vergeben. Dem Golfstaat werden jedoch immer wieder Menschenrechtsverletzungen, unter anderem gegenüber Vertretern der LGBTQ-Gemeinschaft, vorgeworfen. Homosexualität ist in Katar per Gesetz verboten. Die englische Abkürzung LGBTQ steht für lesbisch, schwul, bisexuell, transgender und queer.

Mehrere westliche Nationalmannschaften bekräftigten ihre Absicht, Menschenrechte während der WM zu thematisieren. So kündigten die Kapitäne mehrerer Nationalmannschaften, darunter Deutschland, England, Belgien und Dänemark an, eine "One-Love"-Armbinde zu tragen, die für Vielfalt und Toleranz stehen soll.

A. Lefebvre--BTZ