Berliner Tageszeitung - Russischer Staatssender veröffentlicht Videos von in Ukraine vermissten US-Bürgern

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Russischer Staatssender veröffentlicht Videos von in Ukraine vermissten US-Bürgern




Russischer Staatssender veröffentlicht Videos von in Ukraine vermissten US-Bürgern
Russischer Staatssender veröffentlicht Videos von in Ukraine vermissten US-Bürgern / Foto: © AFP

Der russische Staatssender RT hat Videos von zwei in der Ukraine vermissten US-Bürgern veröffentlicht. RT-Journalist Roman Kosarew veröffentlichte am Freitagabend im Messenger-Dienst Telegram ein Video, auf dem der frühere US-Soldat Alexander Drueke sich an seine Mutter richtete. Auf dem offiziellen Telegram-Kanal von RT wurde zudem ein Video-Interview mit dem US-Veteranen Andy Huynh veröffentlicht, der angab, er und Drueke seien "an Kämpfen mit russischen Truppen" in der ukrainischen Region Charkiw beteiligt gewesen.

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Drueke und Huynh sollen als Freiwillige an der Seite der ukrainischen Armee gekämpft haben. Huynh sagte in dem von RT veröffentlichten Video, er und Drueke hätten sich während der Gefechte in der Region Charkiw zurückgezogen und mehrere Stunden lang versteckt, bevor sie sich schließlich der russischen Armee ergeben hätten.

In dem von Kosarew veröffentlichten Video richtete sich Drueke an seine Mutter. "Mama, ich wollte dich nur wissen lassen, dass ich lebe und hoffe, dass ich so bald wie möglich zu Hause sein werde", sagt er darin. In weiteren von RT veröffentlichten Videos werden Drueke und Huynh gefilmt, wie sie in gebrochenem Russisch sagen: "Ich bin gegen den Krieg".

Zunächst war unklar, von wem die beiden Männer festgehalten wurden. Auch zu den Umständen, unter denen sie gefilmt wurden, gab es zunächst keine Informationen.

Ein Sprecher des US-Außenministeriums erklärte am Samstag, die US-Behörden hätten Fotos und Videos der beiden US-Bürger gesehen, "die Berichten zufolge von russischen Streitkräften in der Ukraine gefangen genommen" worden seien. Die US-Regierung beobachte die Situation genau und sei in in Gedanken bei den Familien der Männer.

US-Präsident Joe Biden hatte am Freitag an die US-Bürger appelliert, nicht in die Ukraine zu reisen. "Amerikaner sollten jetzt nicht in die Ukraine gehen. Ich sage es nochmal: Amerikaner sollten nicht in die Ukraine gehen." Zuvor hatte das Weiße Haus bekannt gegeben, dass ein dritter US-Bürger in der Ukraine als vermisst gelte.

Die pro-russischen Separatisten in der sogenannten Volksrepublik Donezk hatten kürzlich Todesurteile gegen zwei in der Ukraine gefangen genommene Briten und einen Marokkaner ausgesprochen.

A. Madsen--BTZ