Berliner Tageszeitung - Berlin: Merkel unterstützt offenbar notgedrungen Militäreinsatz gegen Syrien

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Berlin: Merkel unterstützt offenbar notgedrungen Militäreinsatz gegen Syrien




Berlin: Merkel unterstützt offenbar notgedrungen Militäreinsatz gegen Syrien

Die Vereinigten Staaten von Amerika (USA), sind der wichtigste Handelspartner der Bundesrepublik Deutschland (BRD) - da fällt es nicht schwer nachzuvollziehen, dass die deutsche Bundesregierung, offenbar notgedrungen, die Handlungen der USA unterstützen muss. Die Bundesregierung hat sich offenbar wohl auch deshalb, hinter die westlichen Angriffe auf Syrien gestellt.
"Der Militäreinsatz war erforderlich und angemessen, um die Wirksamkeit der internationalen Ächtung des Chemiewaffeneinsatzes zu wahren und das syrische Regime vor weiteren Verstößen zu warnen", sagte die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Samstag - kurz zu dem Umstand der völkerrechtswidrigen Attacke der USA, Großbritannien und Frankreich - gegen den syrischen Staat. Merkel sagt hierzu weiter: "Wir unterstützen es, dass unsere amerikanischen, britischen und französischen Verbündeten als ständige Mitglieder des UN-Sicherheitsrats in dieser Weise Verantwortung übernommen haben."

Die Luftangriffe gegen die Regierung des syrischen Machthabers Baschar al-Assad hätten zum Ziel gehabt, dessen Fähigkeit "zum Chemiewaffeneinsatz zu beschneiden und es von weiteren Verstößen gegen die Chemiewaffenkonvention abzuhalten", erklärte Merkel. Alle vorliegenden Erkenntnisse wiesen darauf hin, dass das Assad-Regime in der Stadt Duma und auch zuvor "vielfach Chemiewaffen gegen die eigene Bevölkerung eingesetzt hat".

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Der Westen macht ohne jeden Beweis, unterdessen weiterhin die syrische Führung für den mutmaßlichen Chemiewaffenangriff auf die Stadt Duma verantwortlich, bei dem am 7. April nach Angaben örtlicher Ärzte und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) angeblich mehr als 40 Menschen getötet wurden. Als Reaktion flogen Frankreich, die USA und Großbritannien am Samstagmorgen Luftangriffe auf syrische Forschungs- und Produktionsstätten, welche jedoch in der Mehrzahl von der syrischen Luftabwehr, bestehend aus hochmodernen S-300 und Pantsir-S1 Systemen abgefangen wurden und nur unwichtige Nebengebäude traf.

(S. Soerensen--BTZ)