Berliner Tageszeitung - Bahrainischer Fußballer al-Araibi ist nun australischer Staatsbürger

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Bahrainischer Fußballer al-Araibi ist nun australischer Staatsbürger




Bahrainischer Fußballer al-Araibi ist nun australischer Staatsbürger
Bahrainischer Fußballer al-Araibi ist nun australischer Staatsbürger / Foto: © AFP

Nach zweieinhalb Monaten in thailändischer Haft ist der aus Bahrain geflüchtete Fußballer Hakeem al-Araibi jetzt australischer Staatsbürger. "Jetzt kann mich niemand mehr verfolgen", schrieb der 25-jährige Sportler am Dienstag nach seiner Einbürgerung im Kurzbotschaftendienst Twitter. Nach der Zeremonie in Melbourne ließ er sich mit Premierminister Scott Morrison und Außenministerin Marise Payne fotografieren und hielt lächelnd seine Einbürgerungsurkunde in die Kameras.

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Al-Araibi war 2014 nach Australien geflohen und als Flüchtling anerkannt worden. Ende November wurde er in seinen Flitterwochen auf Betreiben von Bahrain am Flughafen von Bangkok festgenommen. Hintergrund war seine angebliche Beteiligung an einem Angriff auf eine Polizeistation während des Arabischen Frühlings im Jahr 2011.

Al-Araibi befürchtete, an seine Heimat ausgeliefert und dort gefoltert zu werden. Sein Fall sorgte international für Aufsehen, Bilder des Fußballers mit Fußfesseln gingen um die Welt. Die australische Regierung, sein australischer Fußballverein und auch der Weltfußballverband Fifa setzten sich für seine Freilassung ein.

Mitte Februar wurde al-Araibi freigelassen. Nach Angaben der thailändischen Staatsanwaltschaft hatte Bahrain seinen Auslieferungsantrag zurückgezogen. Al-Araibi flog umgehend nach Australien zurück.

Nach seiner Einbürgerung bedankte er sich bei der australischen Regierung. "Ich bin Ihnen sehr dankbar, jetzt fühle ich mich sicher", schrieb al-Araibi bei Twitter. Es sei ein "wunderbares und großartiges Gefühl", dass ihm bei der Zeremonie so viel "Respekt" erwiesen worden sei. Er sie auch "richtig stolz" auf die Teilnahme von Payne und anderen Regierungsvertretern, die ihm ein sicheres Gefühl gegeben hätten. Payne sagte, die riesige Unterstützung für den Fußballer in Australien habe eine große Rolle bei seiner Freilassung gespielt.

 

(D. Fjodorow--BTZ)