Berliner Tageszeitung - 13-Jährige in den USA drei Monate nach Mord an Eltern aufgetaucht

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13-Jährige in den USA drei Monate nach Mord an Eltern aufgetaucht




13-Jährige in den USA drei Monate nach Mord an Eltern aufgetaucht
13-Jährige in den USA drei Monate nach Mord an Eltern aufgetaucht / Foto: © AFP

Fast drei Monate nach dem Mord an seinen Eltern ist ein vermisstes 13-jähriges Mädchen in den USA lebend gefunden worden. Das Mädchen wurde in dem Dorf Gordon im Norden des Bundesstaats Wisconsin entdeckt, wie die örtliche Polizei am Freitag mitteilte. Ein Verdächtiger sei festgenommen worden.

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Die Gegend, in der die 13-Jährige Jayme Closs auftauchte, ist nicht weit von ihrem Wohnort entfernt. Sie war nach Angaben regionaler Medien auf der Straße unterwegs und sprach eine Einwohnerin an. Das Mädchen befand sich den Berichten zufolge in einem verwahrlosten Zustand. Es wurde ins Krankenhaus eingeliefert und sollte noch am Freitag zu Verwandten gebracht werden.

Das FBI hatte landesweit nach dem Mädchen gesucht. Den Aufrufen der US-Bundespolizei zufolge befand sich das Kind "in Gefahr". Die Ermittler vermuteten, dass das Mädchen entführt worden war. Die 13-Jährige war mutmaßlich bei der Tötung ihrer Eltern dabei. Sie selber wurde aber nicht für tatverdächtig gehalten. Die Umstände des Mordes an Jayme Closs Eltern sowie ihr seitheriges Schicksal waren am Freitag zunächst weiter unklar. Die Polizei wollte im Laufe des Tages in einer Pressekonferenz über Einzelheiten informieren.

Wie BERLINER TAGESZEITUNG aktuell aus US-Polizeikreisen erfuhr, war eine Frau, die mit ihrem Hund unterwegs war, von dem Mädchen auf der Straße angesprochen worden. Die 13-Jährige sei auf sie zugegangen und habe gesagt, "sie will Hilfe", sagte die Frau demnach dem Blatt in einem Telefoninterview.

Das Mädchen sei verschmutzt und ihr Haar verfilzt gewesen. Auch habe sie übergroße Schuhe getragen, berichtete die Zeitung. Die Frau, der sich die 13-Jährige näherte, klopfte dann bei Nachbarn an die Tür, damit sie die Notrufzentrale anriefen.

In der bewaldeten Gegend, in der das Mädchen auftauchte, sperrte die Polizei dem Zeitungsbericht zufolge die Zufahrt zu einer Hütte ab. Die Hütte gehöre mutmaßlich dem Tatverdächtigen, der 21 Jahre alt sei. Die Eltern von Jayme Closs waren im Oktober erschossen im Haus der Familie rund 120 Kilometer nordöstlich von Minneapolis aufgefunden worden. Wenige Minuten zuvor war ein Notruf bei der Polizei eingegangen, der offenbar vom Handy der Tochter kam.

Laut damaligen Medienberichten kannte die Polizei die Motive für das Verbrechen nicht. Auch wurde demnach damals keine Tatwaffe gefunden. Der Sender CBS News berichtete, dass die Eingangstür zu dem Haus mittels Schüssen geöffnet worden sei.

 

(Y. Rousseau--BTZ)