Berliner Tageszeitung - Fliegende Autos sind nicht mehr nur eine Zukunftsvision

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Fliegende Autos sind nicht mehr nur eine Zukunftsvision




Fliegende Autos sind nicht mehr nur eine Zukunftsvision

Wer sich heute noch über zu volle Straßen, dicke Luft und weniger Lebensqualität ärgert und Angst davor hat, dass Städte an Autos ersticken, der wird nach Oben ausweichen müssen. So ganz neu ist die Idee vom fliegenden Auto nicht, doch mittlerweile erscheint sie greifbar nah zu sein.

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Wenn Florian Reuter von seiner Vision erzählt, kommen Zuhörer auch mal ins Zweifeln, dennoch, der Unternehmer aus Karlsruhe will mit autonomen Flugdrohnen den Nahverkehr revolutionieren und die verstopften Städte vom Stau befreien, wobei der Umweltgedanken nicht zu kurz kommt. Auch im bayerischen München arbeitet ein Unternehmen am fliegenden Auto. Lilium will mit dem Lilium Jet punkten. Die neue Idee geht von schwenkbaren Rotoren aus, die das Gefährt ohne Anlauf in die Lüfte heben sollen. Ebenfalls bis dato nur am Computer entstanden ist der TF-X von der Firma Terrafugia.

Florian Reuters von 18 elektrischen Rotoren angetriebener und neun Batterien gespeister Volocopter hat seinen Jungfernflug hinter sich und ist in diesem Herbst publikumswirksam über Dubai geschwirrt. Die Elektromotoren haben den Herstellern zufolge genügend Leistung und die Batterien genügend Kapazität für Traglasten von weit über 100 Kilogramm sowie Reichweiten von mehr als 300 Kilometern.

Allein schon bessere Spielzeugdrohnen machen deutlich, wie weit der automatisierte Flugbetrieb bereits gediehen ist. Wenn schon Geräte für wenige Hundert Euro Laternenpfosten ausweichen und um andere Drohnen herumfliegen, so Thomsen, warum sollten dann tausendfach teurere Fluggeräte nicht sicher von A nach B fliegen können? Großkonzerne bringen sich bereits in Startposition, denn nach Information von BERLINER TAGESZEITUNG hat kürzlich Toyota angekündigt, womöglich schon zu den Olympischen Spielen im Jahr 2020 in Tokio mit einem Flugauto überraschen zu wollen.

Die Zukunft hat also längst begonnen, Elternmobilität macht dabei nur den Anfang, wir dürfen also gespannt sein, wann es für Jedermann in die Luft geht?