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BERLINER TAGESZEITUNG: Gedruckte Zeitungen sind Nachrichten von Gestern

WIRTSCHAFT 03.11.2017

Sie sitzen wie jedes Jahr am Tisch und jaulen oder jammern! Die Rede ist von den Zeitungsverlegern deren traditionelles Printgeschäft von Jahr zu Jahr mehr schwächelt. Am nächsten Sonntag erscheint die "Ostschweiz am Sonntag" letztmals auf Papier. Bei der Redaktion werden denn auch keine Stellen gestrichen. Jürg Weber, Leiter Regionalmedien der NZZ-Mediengruppe, sagte hierzu klar und deutlich: "Wir stellen Print ein". Gleichzeitig stellen wir einen großen Teil der Artikel auf unser Markenportal.

Im den abgelaufenen Jahren 2013, 2014, 2015 und 2016 verzeichnete die Zeitungsbranche indes mehr als nur ein deutliches Minus, die Umsätze gingen zwischen 4,4 bis 8 Prozent auf knapp 10 Milliarden Euro zurück. Hierbei sind vor allem die Auflagen rückläufig, der Kunde hat klar und deutlich – offenbar – immer weniger Interesse auf Papier.
Die Frage nach dem "Wieso" stellt sich hierbei kaum noch, das Internet ist einfach schneller und der geflügelte Satz der BERLINER TAGESZEITUNG, dass: "gedruckte Zeitungen die Nachrichten von gestern sind" lässt sich schon allein mit der Tatsache belegen - dass Zeitungen welche heute gedruckt werden, zumeist erst morgen zu lesen sind. Aber dies ist nicht alles, den der Bürger hat es satt - das Angebot medialer Platzhirsche dafür zu zahlen, dass er statt Informationen in Zeitungen nur Meinungen und eine "rechtsstaatliche Volkserziehung" verkauft bekommt.

Festzustellen ist dabei, dass die verbliebenen Abonnenten ihre Zeitung zumeist noch aus Gewohnheit beziehen, dies aber ändert sich auf biologische Art und Weise mit der Zeit. Die großen Publikationen schreiben indes weiter sauertöpfisch und selbstanklägerisch anstatt populistisch, dies, obwohl Zeitungen keinen pädagogischen Auftrag haben. Die Politik sieht es dabei nur allzu gern das an dem aktuell trüben "Fahrwasser" der ideologischen Richtung von bundesdeutschen Medien kaum gerüttelt wird, dies vor allem, weil es eben nicht nach dem Geschmack von "Mutti" ist. Das die Verleger dem Leser an der aktuell medialen Misere die Schuld geben, kann nur mit Schmunzeln kommentiert werden, dabei fragt sich – wie mit gekürzten Gehältern (Qualitätsjournalismus) zu erwarten ist. Mancher Verleger reitet indes weiter auf der Floskel: "seriöser Journalismus kostet nun mal Geld" – statt das Übel bei der verstaubten Print-Wurzel zu packen.

So manche Publikation, welche sich gar als "Leitmedium" bezeichnet, versuchte in der Vergangenheit mit bissigen Kommentaren das Online-Angebot von BERLINER TAGESZEITUNG niederzureiten, dies offenbar mit wirtschaftlichem Interesse derlei schlecht bezahlter Schmierfinken. Wie man das Blat auch drehen und wenden mag, es steht fest wie das Amen in der Kirche - dies mag auch der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger e.V. (BDZV) nicht mehr schön reden - der Untergang der Printmedien ist nur noch eine Frage der Zeit!

Vor diesem Hintergrund wird BERLINER TAGESZEITUNG zum 15. November 2017 mit einem Relaunch der eigenen Seiten aufwarten und mit seinen Partnern in einem 24 Stunden NEWS System, medial von allem berichten - was es an Interesantem auf unserem Planeten gibt.