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Calais - Der Horror und die Angst vor kriminellen Asylbewerbern

WIRTSCHAFT 28.09.2017

Sie haben Angst und warum sollen sie sich für ihren Lohn auch schlagen lassen, von Menschen welche ohnehin nichts zu verlieren haben, denen alles, ja einfach alles egal ist? Vor diesem Hintergrund stellt die erste Spedition die Lieferungen nach England ein. Denn es kommt immer und immer öfter zu Angriffen durch Migranten und Asylsuchende auf die Laster, welche über Calais und durch den Eurotunnel nach Großbritannien fahren.

Das niederländische Unternehmen ‚Reining Transport‘ beschäftigt etwa 500 Fahrer und macht einen Jahresumsatz von 55 Millionen Euro. Als erstes Unternehmen stellte es jetzt aufgrund der heftigen Attacken auf die Fahrer und ihre Fahrzeuge, Lieferungen über Calais nach Großbritannien ein.

Gerrit Hes, Geschäftsführer eines der ganz großen niederländischen Transportunternehmen "Reining Transport", sagt dazu: „Es ist nicht mehr möglich!“ „Unsere Fahrer wurden mit Stöcken bedroht, Steine flogen durch Front- und Seitenfenster, und die Fahrer hatten größte Probleme damit, nicht ausgeraubt zu werden. Die Asylanten haben nichts zu verlieren und nehmen jedes Risiko in Kauf“, fügt er hinzu. An den schweren LKWs wurden Dächer, Stoßfänger und Windschutzscheiben beschädigt, die Schäden beziffern sich auf tausende Euro.

Bereits im vergangenen Monat forderten Gewerkschaftsvertreter britischer Speditionen, dass die Armee nach Calais geschickt wird, um dort die Fahrer und ihre Fahrzeuge zu schützen, da die Migranten in die Stadt zurückkehrten und erneut versuchten, heimliche Wege nach Großbritannien zu finden. In diesem Jahr gab es bereits den ersten Toten. Am 18. Juni starb ein polnischer Pkw-Fahrer, nachdem er mit seinem Fahrzeug auf einen vor ihm fahrenden Lastwagen aufgefahren war, welcher wegen einer von Migranten errichteten Straßensperre aus Baumstämmen, auf der Autobahn zwischen Dünkirchen und Calais, zum Halten gezwungen worden war

Anfang Juli warnten die Behörden in Calais vor einer weiteren „Eskalation der Gewalt“ nachdem es an zwei aufeinander folgenden Tagen zu Straßenkämpfen kam. Mehr als 100 eritreische und äthiopische Migranten, besonders kriminelle Gruppen aus Nordafrika, welche versuchen vor allem die Bundesrepublik Deutschland zu erreichen, bekämpften sich gegenseitig mit Steinen und Stöcken. In Deutschland, so sagen sie ganz offen, wollen sie sich dort Sozialsystem aushalten zu lassen und nicht arbeiten.

Wenn es die Migranten auf die LKW schaffen, was immer öfter der Fall ist, werden die Fahrer beim Anhalten bedroht, oder die Polizei leitet ein Strafverfahren gegen die Brummifahrer ein und bezeichnet sie als Schleuser.  (R.Grigoryev--BTZ)