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Rating: Türkei nur noch auf Ramsch-Niveau

Es ist wirtschaftlich gesehen weit bedeutender und kostet am Ende bares Geld, die Rede ist von der Aktuellen ABSTUFUNG des Staates Türkei durch die Ratingagentur Moody's. Damit werden vor allem die finanziell langfristigen Verbindlichkeiten des türkischen Staates nur noch mit der katastrophalen Note "Ba1". Dies mag zwar bei der ersten Betrachtung nur eine Herabsetzung um eine Stufe ausmachen, bedeutet aber, dass die Türkei aus dem sogenannten Investment-Bereich in den jämmerlichen Ramsch-Bereich hineinrutscht.

Für die Jahre 2016 bis 2019 werde für die Türkei nur noch ein durchschnittliches Wirtschaftswachstum von 2,7 Prozent erwartet. Das liege deutlich unter den 5,5 Prozent, mit denen die türkische Wirtschaft im Schnitt zwischen 2010 und 2014 gewachsen sei. Die Reaktion der Regierung auf den gescheiterten Militärputsch werfe nicht nur Fragen der Demokratiefähigkeit auf, erklärte Moody's. Das die auch international geäußerten Zweifel an der Demokratiefähigkeit der Türkei ihren Ursprung in den so genannt jüngsten Säuberungsaktionen - auf mögliche Anweisung des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdoğan haben, bezweifelt unterdessen in den westeuropäischen Hauptstädten kaum ein Politiker.
Die Ratingagentur Fitch hat unterdessen die Bonität Sloweniens beachtlich hochgestuft. Die langfristigen Verbindlichkeiten des Eurolandes würden nun mit guten "A-" nach zuvor "BBB+" bewertet, teilte die Agentur auf Anfrage von Berliner Tageblatt mit. Der wirtschaftliche Ausblick von Slowenien sei stabil, dabei gehe Fitch davon aus, dass die Verschuldung Sloweniens im laufenden Jahr 2016 weiter sinken werde. Für Deutschland behält Fitch trotz der gigantischen Steuerbelastung der Bundesbürger durch die Flüchtlingspolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), vorerst noch ihr Spitzenrating "AAA" bei. (OB/BTZ)