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Nahles will bei neuer großer Koalition nicht zurück ins Kabinett

POLITIK 20.12.2017

Wie sagte die SPD-Fraktionsvorsitzende Andrea Nahles am Wahlabend der Bundestagswahl 2017: "ab Morgen gibt es auf die Fresse", oder kurz vor den Sondierungen einer neuerlichen Großen Koalition "GroKo" - entfleuchte ihr ein "Bätschi, Bätschi", bei beiden Aussagen muss man sichrt fragen, was suchte Nahles bisher überhaupt in der Bundespolitik?

Dies offenbar selst reflektierend will Nahles bei einer Neuauflage der großen Koalition nicht an den Kabinettstisch zurückkehren. Zwar sei jetzt nicht der Zeitpunkt für Personalfragen, sagte die frühere Bundesarbeitsministerin nach Information von BERLINER TAGESZEITUNG, einem Interview. "Für mich persönlich kann ich aber sagen, dass ich in jedem Fall Fraktionsvorsitzende bleiben möchte."

Nahles sagte, im Januar werde Klarheit darüber herrschen, wie es mit der Regierungsbildung weitergehe. "Wir werden die Geduld der Bürger nicht überstrapazieren", sagte die Fraktionschefin. Es werde mit dem Ziel verhandelt, den Zusammenhalt der Gesellschaft zu stärken. "Wenn wir da konkrete Maßnahmen verabreden können, haben wir auch eine gute Chance, einen Koalitionsvertrag hinzubekommen." Scharf kritisierte die SPD-Politikerin den Beschluss des Thüringer SPD-Landesparteitages vom vergangenen Wochenende, auf keinen Fall eine große Koalition einzugehen. Zuvor habe der Berliner Bundesparteitag nach langer Debatte einen Rahmen für die Gespräche mit der Union formuliert, wonach diese ergebnisoffen sein sollten. "Es ist ärgerlich, wenn manche nun meinen, diesen persönlich enger zu ziehen."

Auf die Frage nach der Spitzenkandidatur der SPD im Fall von Neuwahlen sagte Nahles: "Sollte sich die Frage von Neuwahlen stellen, sind wir in der Lage, alle Fragen kurzfristig zu lösen."

Die Spitzen von Union und SPD kam aktuell am Geburtstag von SPD-Parteichef Martin Schulz (62)  zusammen, um Fahrplan und Themen für die Sondierungen festzulegen, die im Januar beginnen sollen. Die Sozialdemokraten wollen auf einem Parteitag am 21. Januar entscheiden, ob sie in Koalitionsverhandlungen mit der Union eintreten wollen.