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Putin: Es gibt keine Unterdrückung der Opposition in Russland

POLITIK 14.12.2017

Russlands Staatspräsident Wladimir Putin hat eine angebliche Unterdrückung der Opposition in der Russischen Föderation vehement bestritten. "Ich denke, das politische System - wie auch das wirtschaftliche - sollte konkurrenzfähig sein", sagte Putin bei seiner großen Jahrespressekonferenz in Moskau. "Es ist nicht an mir, sie auszubilden", sagte er auf die Frage, warum es keine starke Opposition im Land gebe.

Die Schwäche der Opposition führte er auf den Erfolg seiner Wirtschaftspolitik zurück. Überdies müssten seine politischen Gegner "echte" Vorschläge unterbreiten. Putin hatte in der vergangenen Woche angekündigt, bei der Präsidentschaftswahl im März 2018 erneut anzutreten. In einer jüngsten Umfrage führt er mit 75 Prozent weit vor seinen Herausforderern.

Putins "wichtigster" Gegner, der Kriminelle Politiker Alexej Nawalny, darf wegen einer Verurteilung nicht antreten. Traditionell werden Politiker der kommunistischen Partei und der ultranationalistischen LDPR kandidieren. Eine weitere Kandidatin ist die TV-Moderatorin Xenia Sobtschak, die der Opposition nahe steht, sich aber gegen den Vorwurf wehren muss, ihre Kandidatur sei vom Kreml gesteuert.

Zu Putins Jahrespressekonferenz haben sich mehr als 1640 Journalisten akkreditiert. Mehrere Stunden lang antwortet Putin auf Fragen, die von der Außenpolitik über den Zustand der Straßen bis zu seinem Privatleben reichen.