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Flüchtlinge kosten Steuerzahler 450 Milliarden - Warum Familiennachzug?

POLITIK 19.11.2017

Die Aufnahme von Flüchtlingen wird die hart arbeitenden bundesdeutschen Steuerzahler langfristig bis zu knapp 450 Milliarden Euro kosten. Das ist das Ergebnis aktuellen Studie des Mannheimer Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) im Auftrag der Heinrich-Böll-Stiftung, zu diesem Ergebnis kommt auch der ehemalige Präsident des ifo-Instituts, Professor Hans-Werner Sinn.

Die Aufnahme von mehr als einer Million Asylbewerbern seit Sommer 2015 ist für Deutschland ein humanitärer und ein finanzieller Kraftakt. Das verdeutlichen neue Zahlen des Statistischen Bundesamts. Bund, Länder und Kommunen haben demnach in den Jahren 2015 und 2016 insgesamt fast 15 Milliarden Euro für Sozialhilfegelder nach dem Asylbewerberleistungsgesetz ausgegeben. Sie betreffen Unterbringungskosten und finanzielle Zuwendungen für Personen, deren Asylverfahren noch läuft. In den Jahren 2013 und 2014 beliefen sich diese Ausgaben auf zusammen 3,9 Milliarden Euro.

Würde durch eine Jamaika-Koalition der Familiennachzug zugelassen, so erhöht sich kurzfristig die Zahl der Migranten mit Recht auf Familiennachzug um nicht weniger als 60 Prozent. Je mehr Migranten sich eingerichtet haben, desto größer wird der Sog – umsomehr Asylbewerber ernähren sich vom Steuertopf der deutschen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, welche täglich hart arbeitend - die Kosten für mehr als 1,5 Millionen nicht eingeplante Flüchtlinge, seit dem Jahre 2015 zusätzlich schultern müssen.

Jeder spricht bei den Jamaika-Sondierungsgesprächen vom Familiennachzug, hier ist sachlich vorzurechnen, dass wenn pro 100 Migranten mit subsidiärem Schutz mehr als 120 Angehörige nachzugsberechtig sind, dann geht die Zahl in die Hunderttausende.

Das Flüchtlinge über Kurz- oder lang ihren Beitrag für die bundesdeutsche Bevölkerung leisten ist eine Illusion, denn nach den Daten der Bundesagentur für Arbeit vom Juli 2017 – unter insgesamt rund 1,1 Millionen Angehörigen aus nicht-europäischen Asylherkunftsländern nur knapp 0,17 Millionen, oder 15,7 Prozent in einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung, dass bedeutet 84,3 Prozent leben von den Steuern der bundesdeutschen Bürger und lassen sich ernähren.

Mit diesen Zahlen dürfte die sogenannte Willkommenskultur nicht nur am Ende sein, sondern sich unbezahlbar gemacht haben, denn Niemand will aktuell, im November 2017, ernsthaft weitere Asylbewerber in der Bundesrepublik Deutschland sehen und diese ernähren - dies bekundeten aktuell weit über einhundert Befragte vor dem Brandenburger Tor in Berlin.