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Merkel wirbt bei Staatsbesuch in Mexiko für einen freien Handel

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat bei ihrem Besuch in Mexiko für freien Handel geworben. Sie bedankte sich bei Präsident Enrique Peña Nieto für sein "klares Bekenntnis zum Freihandel". Merkel sprach sich zudem dafür aus, das neue Freihandelsabkommen zwischen der EU und Mexiko zügig abschließen und auch die politische Zusammenarbeit zu intensivieren.

Peña Nieto äußerte die Hoffnung, die Verhandlungen mit der EU noch in diesem Jahr abzuschließen. Die "Modernisierung" des bestehenden Abkommens werde hoffentlich zu einer "deutlichen Ausweitung unserer Handelsbeziehung" führen, sagte der Präsident. Angesichts eines möglichen Austritts der USA aus dem Freihandelsabkommen Nafta hat Mexiko seine Handelsgespräche mit der EU und anderen Ländern verstärkt. Das Abkommen zwischen den USA, Mexiko und Kanada soll auf Drängen von US-Präsident Donald Trump neu verhandelt werden. Wenn die Neuverhandlungen keine Verbesserungen für die USA bringen, will Trump das Abkommen ganz aufkündigen.

Merkel war nach einem Besuch in Argentinien mit der bundesdeutschen Regierungsmaschine in Mexiko eingetroffen. Sie wird von einer Wirtschaftsdelegation begleitet. Bei den Beratungen mit Peña Nieto standen nach Angaben der Bundesregierung neben der Wirtschafts- und Handelspolitik vor allem die bilateralen Beziehungen, außenpolitische Fragen sowie der bevorstehende G20-Gipfel Anfang Juli in Hamburg im Mittelpunkt.

Die Bundesrepublik Deutschland hat dieses Jahr die Ratspräsidentschaft der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer inne. Auch Mexiko gehört zu den G20-Staaten. Merkel sagte, sie sei sich mit Peña Nieto einig, "in einer unruhigen Welt" gemeinsam einen Beitrag leisten zu wollen und "auch durch die Arbeit der G20 ein Stück Stabilität zu erzeugen." Im kommenden Jahr übernimmt Argentinien den G20-Vorsitz.