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Deutschland: Islamistischer-Terror gegen den Bus des BVB?

POLITIK 12.04.2017

Was es etwa wieder ein Flüchtling, wie bereits am 19. Dezember 2016, als ein massenmordender Asylbewerber für die Ermordung von 12 Menschen auf dem Berliner Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz verantwortlich war?
Wie dem auch sei, nach dem Sprengstoffanschlag auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund hat die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe die Ermittlungen übernommen. Das teilte die Anklagebehörde aktuell in Karlsruhe mit. Nach Informationen wurde das Bundeskriminalamt (BKA) mit der Ermittlungsarbeit beauftragt. Das BKA habe eine Besondere Aufbauorganisation (BAO) in Berlin errichtet. Die Bundesanwaltschaft will um 14.00 Uhr über den Ermittlungsstand informieren.

Die Sicherheitsbehörden prüfen nach dem Anschlag, ob die Attacke einen islamistischen Hintergrund haben könnte, weil am Tatort ein einseitiges Schreiben gefunden wurde, welches mit den Worten "Im Namen Allahs, des Gnädigen, des Barmherzigen" beginnt.

In dem Schriftstück wird demnach Bezug auf den Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt genommen und behauptet, dass deutsche Tornados daran beteiligt seien, Muslime im Kalifat der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) zu ermorden.

Deshalb stünden ab sofort Sportler und andere Prominente "in Deutschland und anderen Kreuzfahrer-Nationen" auf einer "Todesliste des Islamischen Staates." Dies gelte solange, bis die deutschen Tornados abgezogen und die US-Luftwaffenbasis im pfälzischen Ramstein geschlossen werde. Das Schreiben trägt den Berichten zufolge keine Unterschrift.

Inzwischen begannen demnach Behörden des Bundes des Landes Nordrhein-Westfalen eine intensive Analyse des Schreibens. Islam-Wissenschaftler und Forensiker seien daran beteiligt. Nach Einschätzung von an der Untersuchung beteiligten Personen sei es noch zu früh, eine gesicherte Einschätzung abzugeben.

Man sei noch sehr vorsichtig mit der Zuordnung, hieß es den Berichten zufolge. Der Vorgang sei sehr ungewöhnlich. Als denkbar gelte auch, dass die tatsächlichen Täter bewusst eine falsche Spur legen wollen. Vor dem Champions-League-Spiel gegen den AS Monaco waren drei Sprengsätze in der Nähe des Mannschaftsbusses des BVB explodiert, als dieser vom Hotel im Dortmunder Stadtteil Höchsten zum Stadion losfuhr. Dabei wurden der Innenverteidiger Marc Bartra und ein Polizist verletzt.