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Merkel - Wie lange kann Erdogan sie noch erpressen?

In diesen Tagen gibt es viel politischen Unbill zwischen den Staaten der Europäischen Union (EU) und der Türkei, womit bereits jetzt feststehen dürfte – ein türkischer Staat unter Erdogan, wird niemals EU-Mitglied.
Die italienische Zeitung „La Repubblica“ bringt es auf den Punkt und schreibt dazu: "Merkel hat auf die „Nazi“-Vorwürfe des Sultans mit Sätzen geantwortet, die es nur schwer in die Geschichtsbücher schaffen werden. Die Vorwürfe des türkischen Präsidenten seien traurig und unangebracht, säuselte sie. Im Vorfeld einer wichtigen Reise am Dienstag (14.03.2017) nach Washington (USA), wo Merkel zum ersten Mal dem gewählten 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, Donald Trump - begegnen wird, ist es legitim, sich zu fragen, wie effizient Merkels abwartende Diplomatie in Zeiten des neuen Despotismus und der Muskelspielchen von noch so verschiedenen Politikern sein kann. Von der Türkei bis Polen, von den Vereinigen Staaten bis Griechenland, von Russland bis Italien und den populistischen Parteien ist Merkel zur Zielscheibe in Wahlkampfkampagnen von Politikern jeder Gesinnung geworden. Es wird sehr schwierig sein, dass Merkel gegen diesen dunklen "Ölteppich" mit Spritzwasser guten Charakters und Geduld ankommen wird", am Ende wird am 24. September 2017 ihre Abwahl als Kanzlerin stehen, wer dies heute noch nicht glaubt, der hat die Zeichen dieser Zeit nicht verstanden…

Dabei fragt man sich, wie viel Beschimpfungen müssen sich westliche Demokratien von eher anti-westlichen Autokraten klaglos anhören? Gilt immer und zu jeder Zeit, "wer die Macht hat – hat das Recht?" Und gleichsam muss offenbar ganz Europa stets die andere Wange in Richtung Ankara hinhalten, eben weil man sich als Demokratie und Rechtsstaat positiv abheben will von einem türkischen Staatschef Erdogan, welcher selbst mit beidem nicht viel am Hut hat?
Die niederländische Regierung hat dies jetzt beantwortet und dem üblen Spiel aus Provokation und Nachgiebigkeit ein Ende gemacht. Nicht nur in den Niederlanden muss es aktuell einmal mehr, klar und deutlich heißen: Türkische Politiker sind in Europa nicht erwünscht, und wer jetzt noch plant Urlaub in der Türkei zu machen, ist selber Schuld! Nur wenn die Türkei den Boykott ihrer Produkte und Strände zu spüren bekommt, beginnt vielleicht ein Umdenken?
Bei allem Verständnis für Nationalismus, die Türkei überspannt den Bogen mit Wahlkampfauftritten ihrer Minister in Staaten der EU, und egal wie oft man noch in Istanbul und Ankara weitere Nazi-Vergleich aus der Tasche holt, genug ist genug!
Ob dies hingegen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) versteht, welche sich im Angesicht ihrer eigene katastrophalen Asylpolitik selbst höchst erpressbar aus Ankara gemacht hat, wird ihr nach Ansicht von BERLINER TAGESZEITUNG - erst an der Wahlurne (24.09.2017) klar werden…  (P.Hansen--BTZ)