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Merkel Deutschland: Sozialamt bezahlt immer öfter die Beerdigung

POLITIK 04.03.2017

Wer keine Lobby hat, nicht wohlhabend – oder zumindest gut situiert ist, bleibt im Deutschland von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) jämmerlich auf der Strecke. Die Sozialämter in den Kommunen müssen nach Informationen von BERLINER TAGESZEITUNG, immer häufiger für Bestattungskosten einspringen, weil die Hinterbliebenen finanziell überfordert sind. Wie nach Informationen des Statistischen Bundesamtes bekannt wurde, gab es von Seiten der Behörden im Jahr 2015 für 23.389 Menschen eine Kostenerstattung. Das waren demnach 3,3 Prozent mehr verglichen mit dem Jahr 2012.

Die kommunalen Ausgaben für diese Sozialbestattungen beliefen sich im Jahre 2015 auf 61,7 Millionen Euro – 4,3 Millionen mehr als 2012. Im Gesetz ist allerdings nicht geregelt, welche Leistungen zu einer Sozialbestattung gehören.
In der Regel würden die Kosten nur für sehr einfache Bestattungen übernommen, sagte die Linken-Politikerin Sabine Zimmermann hierzu in einem Interview. "Auch nach ihrem Tod werden die Verstorbenen ein weiteres Mal als arm gebrandmarkt, durch das sichtbar ärmliche Begräbnis und die bescheidene Grabausstattung", kritisierte sie. Sie forderte bundesweit einheitliche Standards für eine würdige Sozialbestattung. Zu dem politisch sinnlosen Geschwätz der vergangegen Jahre, um den schnöden Spruch in Berlin - "arm aber sexy", hatten wir bereits hier berichtet: http://www.BerlinerTageszeitung.de/politik/3483-arm-aber-sexy-war-gestern-blanke-armut-in-berlin.html  (P.Hansen--BTZ)