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Merkel fordert Wachsamkeit bei Falschmeldungen

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat vor dem Hintergrund falscher Vergewaltigungsvorwürfe gegen Bundeswehrsoldaten in Litauen Wachsamkeit angemahnt. In diesem Fall sei es wichtig gewesen, "dass wir sehr schnell aufklären konnten, dass es sich hier um eine Falschmeldung gehandelt hat", sagte Merkel am in Berlin.

Durch die schnelle Arbeit seien die Vorwürfe auch "schnell wieder verschwunden". "Aber wir müssen an der Stelle sehr wachsam sein, was Falschmeldungen angeht." Merkel äußerte sich nach einem Gespräch mit dem litauischen Ministerpräsidenten Saulius Skvernelis. Mitte Februar 2017 war beim litauischen Parlamentspräsidenten eine E-Mail eingegangen, in der deutsche Soldaten beschuldigt wurden, ein litauisches Mädchen vergewaltigt zu haben. Die litauischen Behörden nahmen Ermittlungen auf und stellten fest, dass es weder das Opfer noch einen Täter gab. Zum Absender der E-Mail gab es zunächst keine Spur. Merkel lobte die bilateralen Beziehungen zu Litauen. Beide Länder stünden angesichts des BREXIT vor "ähnlichen Herausforderungen". Skvernelis sagte dazu, Litauen und die Bundesrepublik Deutschland seien gemeinsam für die "Aufrechterhaltung der Einigkeit der EU". Für sein Land gebe es "keine Alternative" zur Europäischen Union.
Ob diese Fake-News in Bezug der angeblichen Vergewaltigung, von dem litauischen Geheimdienst, dem Departement für Staatssicherheit der Republik Litauen (Lietuvos Respublikos valstybės saugumo departamentas, VSD) gestreut wurden, um eventuell gar die Russischen Föderation (Russland) in Verdacht zu bringen, führte Merkel unterdessen nicht aus. Ebenso wenig sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel nach Information von BERLINER TAGESZEITUNG, etwas zu der so genannten "Deutungshoheit" bundesdeutscher Medien, welche in Teilen, hier unter anderem ein Nachrichtenmagazin in Hamburg – als so genanntes "Leitmedium" bezeichnen, ihre eigene Meinung mittels unsachgemäßer Recherche – der Wahrheit vorziehen und entsprechend in unwahren Artikeln verleumderisch berichten, ohne Angst zu haben, dafür von der Hamburger Gerichtsbarkeit zur Verantwortung gezogen zu werden.   (P.Hansen--BTZ)