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Lawrow und Kerry reden - Hoffnung für Syrien?

Lawrow und Kerry reden - Hoffnung für Syrien?

Ist es ein neuer Hoffnungsschimmer oder sogar der Durchbruch zum Frieden für Syrien? Die Außenminister der USA und der Russischen Föderation, Kerry und Lawrow, haben sich nach langen Gesprächen im schweizerischen Genf zu einer Waffenruhe in Syrien bekannt - auch wenn wohl viel Fragen noch ungeklärt sind wie beide Außenminister mit Nachdruck bekunden!

Als ersten Verhandlungserfolg konnten nach vier Jahre andauernder Belagerung durch syrische Regierungstruppen, nun die ersten Zivilisten die Stadt Daraja bei Damaskus verlassen. Unter ihnen sind auch bewaffnete Rebellen welche als Terroristen gelten. Der freie Abzug wurde gewährt um vor allem die Zivilbevölkerung zu schützen, denn die terroristischen Rebellen - welche brutal mit Waffen gegen die legitim gewählte Regierung in Syrien kämpfen, sind in ganz Syrien auf dem Rückzug. Gegen die syrische Armee, welche von den russischen Luftstreitkräften unterstützt werden, haben die syrischen Rebellen nicht den Hauch einer Überlebenschance. Für gerade diese vorgenannte syrische Bevölkerung sind die drängenden Fragen zwischen dem russischen Außenminister Lawrow und seinem US-Amtskollegen Kerry von existenzieller Bedeutung, deshalb sollen nun Experten aus Russland und den USA, schnell nach Lösungen suchen und diese aushandeln. Bekannt wurde unterdessen, dass der US-amerikanische Außenminister, John Kerry (73) seinem russischen Amtskollegen Sergei Wiktorowitsch Lawrow (66) eine Liste mit Namen von Rebellengruppen übergeben hat, bei welchen es den Vereinigten Staaten von Amerika (USA) in den letzten 6 Monaten gelungen ist, diese zu überzeugen, am Waffenstillstand teilzunehmen. Dies dürfte der wesentliche Punkt des Treffens gewesen sein was zum Durchbruch der Verhandlungen führte. Sicher kann man im Umkehrschluss nicht direkt und endgültig sagen, wer als Rebellengruppe nicht auf der Liste steht, ist ein Terrorist. Aber praktisch und politisch kommt es dem wohl schon recht nahe, denn wer als bewaffneter Regierungsgegner einer Gruppe angehört, die nicht auf der bislang noch geheimen Liste steht, dürfte damit ein sowohl von Russland als auch den USA akzeptiertes "legitimes Ziel" sein oder werden. Damit ist ein jeder „Rebell“, welcher sich heute und gestern von den USA anwerben ließ, vielleicht schon morgen ein verkauft und verratener Söldner!

Politik ist ein schmutziges Geschäft, erst recht wenn geopolitische Interessen auf dem Spiel stehen, sollte man dann als „Rebell“, oder angeworbener Söldner zwischen die Fronten des Kräftemessens der USA und Russland geraten, welche derzeit politisch auszuloten - wo es im geostrategischem "Monopoly" etwas zu holen gibt, kann heute Freund in Afghanistan sein und bereits Morgen als Bin Laden von einem Seal Team gejagt werden.
So lange als, auch in der Bundesrepublik Deutschland und in Besonderen weltweit - immer noch ein Unterschied gemacht wird, zwischen Regierungen und "Regime", so lange also nach einer „politischer Himmelsrichtung“ entschieden wird, bleiben die Probleme - welche mit ihrem Blut stets die Ärmsten bezahlen… (OB/BTZ)