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Rechtsstaatlichkeit - der Indizien Fall - des Mario K.

FIFA Präsident Joseph Blatter - erzwungener Rücktritt?Die Maschine stand schon auf der Startbahn, da kam in letzter Sekunde über Satellit - dass Urteil gegen den deutschen Dachdecker Mario K. (47) rein. Direkt von den Medienkollegen aus dem Landgericht Frankfurt (Oder), in der Bundesrepublik Deutschland.
Mogadischu liegt in Somalia, Banjul in Gambia - diese Strecke liegt nun vor dem Verfasser dieses Artikels. Für die gecharterte Gulfstream 5 des Aircharter Service aus Johannesburg (Südafrika), eigentlich kein großes Problem, es sollte ein entspannter Flug werden. Nun aber ergreift den Artikelschreiber eine schier unglaubliche Fassungslosigkeit, mit Blick auf das Urteil gegen Mario K., im von den nach Umsatz hechelnden Boulevardgazetten, getauften "Maskenmann" Prozess.
Eine Nachfrage beim Flugkapitän ergibt, vor uns liegen 6.921,53 km Flugkilometer, mit einer Flugzeit von etwas über 7,5 Stunden, viel Zeit also zum Nachdenken. Während die einzige Stewardess an Bord emsig ihren recht einsamen Dienst an Bord versieht und für uns, ihre zehn Fluggäste, plus meiner 'neunmonatigen' Tochter das Frühstück zubereitet, denke ich an den Menschen - Mario K. - welcher exakt gleichen Alters ist. Was wird dieser Verurteilte wohl nun in seiner Gefängniszelle denken?
Ich beginne die gesamte "Maskenmann-Geschichte", soweit sie mir in den letzten Monaten durch die Kollegen aus dem Gerichtssaal vor Ort mitgeteilt wurde, mit unseren 7 Bodyguards (in Deutschland nennt man diese Jungs hochtrabend, Personenschützer) zu diskutieren - Frau, Kindermädchen und Tochter dösen schon - schade eigentlich... Wenn man schon von Personenschützern redet, dann wohl auch, weil ein solcher, zumindest eines der Puzzelteile - im Fall des Prozesses gegen Mario K. ist. Aber worum geht es eigentlich? Es geht um angeblich versuchten Mord, versuchten Totschlag, schwere Körperverletzung und räuberische Erpressung. In Russland würde man nun mit den Achseln zucken und sagen, na und - dies entspricht allerdings noch nicht meiner geblümten Auffassung von Moral. Im einzelnen wurde hierzu, von einem Unbekannten - am 22. August 2011, Petra P., die getrennt lebende Ehefrau eines wohlhabenden Berliner Unternehmers, um 22.10 Uhr vor ihrer Villa in Bad Saarow (Bundesland Brandenburg), von dem sogenannten "Maskenmann", mit einem Knüppel niedergeschlagen und weil sie sich bei diesem Angriff heftig gewehrt habe, hätte jener Unbekannte von der Frau abgelassen und sei mit einem Wasserfahrzeug über den angrenzenden See geflüchtet. Dann am 2. Oktober 2011 wird Louisa P. (23), die Tochter der Millionärsfamilie, um 7.18 Uhr attackiert, als sie mit ihrem Leibwächter vom Reitstall zum Haus geht. Der Maskierte schießt den Personenschützer nieder, der Mann sitzt seitdem im Rollstuhl - was dem Artikelverfasser sehr leid tut. Am 5. Oktober 2012 dringt ein Unbekannter in das Wochenendhaus des Investmentbankers Stefan T. (51) am Storkower See (Bundesland Brandenburg) ein. Der Hausherr wird gefesselt, von dem Täter mitgenommen und kann sich auf wundersame Weise, nach 33 Stunden selbst befreien. Das sind die Fakten, um welche es geht, abgesehen davon das ein Unbekannter von der Unternehmerfamilie P. - Geld will und diese offenbar erpresst.
Was aber nun hat Dachdecker Mario K. mit diesen Vorgänger zu tun? Nun, er geriert ins Visier der Fahnder, weil zwei Polizisten angeblich einen Tipp auf ihn als Täter gegeben haben - er gern im Wald zeltet, Seewasser trinkt, vorbestraft ist, gern Kajak fährt, eine Luftmatratze besitzt, mal im Schützenverein mit einer Česká Pistole geschossen hat, er gern Tarnkleidung trägt, man bei ihm Schminke, Sturmhaube, Nachtsichtgerät, Luftmatratze und eine Kampfmontur fand.
HURRA, entfährt es einem unserer Jungs, welcher als Bodyguard im übrigen gerade wie seine sechs Kollegen, auch eine so genannte Kampfmontur anhat. Nicht weil es Schick ist, sondern weil dies hier in Afrika nun mal den notwendig warnenden Eindruck schindet. Zudem ist er wie seine Kollegen auch Besitz von Sturmhaube, Nachtsichtgerät und Teplovizor. Wehe also unseren Ex-Legionären sie reisen nach Deutschland - sind sie dann gleich verdächtig und müssen mit lebenslanger Haft rechnen? Nunja, genug der Polemik, kommen wir zurück zum Gerichtsfall des Mario K.
Fest steht, ein Mensch - Mario K. wurde zumindest vorerst verurteilt, zu lebenslanger Haft. Wobei die Nebenkläger ihn (für den Artikelverfasser in keiner Weise nachvollziehbar), nur allzu gern mittels Sicherheitsverwahrung für immer weggesperrt sehen würden. Dies hieße, keine Chance jemals die Freiheit zu erlangen. Der Meinung des Verfassers dieses Artikels nach - ein bitteres Todesurteil - auf Raten!
Die Verurteilung geschah nach "Indizien", was bei jedem Urteil eine harte Gratwanderung von Deutung, Annahme, Gefühl, Dichtung, sowie erhofft angenommener Wahrheitsfindung darstellt und unter Rechtsexperten nicht ohne Grund, mehr als umstritten ist!
Fakt ist: ES GIBT KEINERLEI BELEGBARE BEWEISE GEGEN DEN NUN VERURTEILTEN MARIO K.! Weder gibt es eine DNA-Spur von K., ebenfalls wurde die Tatwaffe nicht gefunden und auch das Motiv ist unklar. Zudem ist K. - 1,85 m groß, Zeugen jedoch hatten den Täter aber sehr verschieden, mal mit ca. 1,70 m oder auch 1,75 Größe beschrieben. Auch erklärte die Ex-Mordkommissarin Kerstin B. (52), dass eine Kollegin angewiesen wurde, alle den Angeklagten entlastenden Dinge aus dem Bericht zu entfernen, was dann zu seinem Haftbefehl führte - ein ungeheuerliches Vorgehen, was an düstere Zeiten Deutschlands erinnert und in den USA sofort, zum endgültigen Ende des Prozesses geführt hätte. Im Januar geriet hierbei sogar Brandenburgs früherer Polizeipräsident und heutiger Innen-Staatssekretär Arne Feuring (51, SPD) unter Druck. Der Vize-Chef der Sonderkommission, Matthias S. (52), berichtete von direkter Einflussnahme Feurings auf die Ermittlungen, auch dies erinnert den Artikelschreiber doch eher provokant schriftstellerisch ausgedrückt - an eine dämlich afrikanische Savannen-Diktatur, von "Grünen Meerkatzen Affen" (Cercopithecus aethiops), als an einen deutschen "Rechtsstaat"!
Die Verteidigung von Mario K., um Rechtsanwalt Weimann, geht daher auch nach diesem Urteil davon aus, dass der Falsche auf der Anklagebank gesessen hat! K. hatte bis zuletzt klar und deutlich verlauten lassen, dass er nicht der Täter ist. Rechtsanwalt Axel Weihmann sagte gegenüber den Medienkollegen: "Wir haben ein Jahr versucht, ein Fehlurteil zu verhindern!"
Wer mit all diesem Wissen um fehlende Beweise, Vermutungen, in einem US-amerikanischen Kreuzverhör wohl kaum standhaltenden Indizien, nunmehr dem Vorsitzenden Richter Matthias Fuchs - glauben mag, dass ihn 14 verschiedene "Indizien" zu der sicheren Überzeugung brachten, den Angeklagten Mario K. überführt zu haben und für lebenslange Zeit (§ 38 Abs. 1 StGB /§ 57a StGB) einzusperren (innerhalb Europas ist die lebenslange Freiheitsstrafe bisher nur in Kroatien, Norwegen, Portugal und Spanien abgeschafft), der muss zumindest an der Unvoreingenommenheit des Gerichts zweifeln.
Vom Richter war hierzu nach Informationen der Pressekollegen vor Ort zu vernehmen: "Die Indizien addierten sich zu einer Gesamtschau und führten uns zu der Überzeugung, dass Mario K. der Täter ist". So provokant die nachfolge Aussage klingen mag - glaubt der Artikelverfasser nicht erst seit diesem Urteil - "in keiner Weise mehr an den großmäulig propagiert, deutschen Rechtsstaat - sowie ebenfalls nicht an die europäische Wertegemeinschaft".
Nicht jeder kann jedoch wie der Artikelverfasser das Zitat des Götz von Berlichingen, "leckt mich am Arsch...", in die Tat umsetzen und die Jokerkarte nach dem Staatsangehörigkeitsgesetz (StAG) § 25, Abs. 1, ziehen. Dennoch, mit den Gedanken an ein solches Urteil, kann man kaum den immer wieder schönen Anblick der Wolken, hier in 12.356 Meter bei 913 km/h genießen.
Vor einem Geschworenengericht in den Vereinigten Staaten von Amerika (USA), nach oftmals sehr hart geführt psychologischen Kreuzverhören (wie diese leider in der Bundesrepublik Deutschland - BRD, aktuell noch undenkbar sind), was vor US-Gerichten zu Recht - schon viele "ach so sichere Indizien", zu Staub zerfallen ließ, wäre ein Mario K., mit Blick auf die komplett fehlende Beweiskette, kaum verurteilt worden. Auch nicht in Somalia und Gambia, denn obwohl für beide Staaten von der "rechtsstaatlichen Wertegemeinschaft" BRD, so genannte Reisewarnungen erlassen wurde, ist man selbst hier in Afrika eher geneigt, einen Menschen nicht für lebenslange Zeit, nur anhand von angeblicher Indizien ins Gefängnis (Zuchthaus) zu stecken, (siehe den Fall Oscar Pistorius), noch dazu wo wie vorgenannt, die eindeutigen Beweise fehlen.
Nach Ansicht von BERLINER TAGESZEITUNG - Berliner Tageblatt - Deutsche Tageszeitung, hätte Richter Matthias Fuchs - samt Berufsrichtern und Schöffen der Großen Strafkammer, dem Rechtssystem mehr gedient, wenn sie vor dem Hintergrund der fehlenden Beweise, nach mehr als 50 Verhandlungstagen - einen Freispruch hätte ergehen lassen. Ob das Gericht mit Blick auf die massiv widersprüchlichen Zeugenaussagen, den Beschluss des Bundesverfassungsgerichtes vom 30.04.2003 (BVerfG - 2 BvR 2045/02) gelesen hat?
Manchmal denkt sich der Artikelschreiber, sollten besonders in der Verantwortung für menschliches Leben stehende Richter (die im Volksmund vielzitierten kleinen Könige des Landes), so bitter dies in ihren Herzen vielleicht sein mag, aufgeben können - besonders wenn das System von Polizei und Justiz, nicht die notwendigen Beweise zusammentragen konnte. Gegen ein solches Urteil, nimmt sich provozierend als eigene Meinung ausgedrückt, jeder mies afrikanische Waffendeal - fast schon wieder harmlos aus.
Der Verfasser dieses Artikels ist hierbei froh, dass seine Tochter auf der Krim (für welche es natürlich auch eine deutsche Reisewarnung gibt) aufwächst, fern vom "deutschen Rechtsstaat und seiner Wertegemeinschaft", mit einem russischen Pass in ihrer Babytasche - stets gesichert in B7 Panzerlimousinen von mindestens vier Bodyguards - welche aus ihren FN P90 - und FN Five-Seven Waffen zuerst schießen, bevor ein Masekenmann auf die Idee kommen könnte, ihr eines ihrer roten Haare zu krümmen.
Aber all diese Gedanken verfliegen, denn Kapitän und sein Co-Pilot setzen soeben zu Landung an - wobei zu keiner Zeit die Gefahr bestand, dass einer der Piloten allein im Cockpit war. Denn bei Aircharter Südafrika gilt sei Jahren, dass vier Augen Prinzip. Dies besagt - geht einer der Piloten auf die Toilette, steht neben dem verbliebenen Flugzeugführer ein Bodyguard - welcher wiederum von einem seiner Kollegen beobachtet wird...
Nach der Landung höre ich dann über das abhörsichere BlackBerry Z10 mit SecuSUITE, dass nur wenige Stunden nach dem Urteil, der Verteidiger von Mario K., Rechtsanwalt Axel Weimann - Revision gegen das Urteil eingelegt hat, so wie es sicher sein Großvater, Vater und Onkel ebenfalls bei einem solch gelagerten Fall als Strafverteidiger getan hätten - was mehr als zu begrüßen ist. Wer sich im Übrigen jetzt sogar, über den in diesen Tagen wohl meistzitierten Satz wundert, dies im Zusammenhang mit der Einstellung des Ermittlungsverfahrens, wegen des Abhörens des Mobiltelefons von Bundeskanzlerin Angela Merkel, durch US-Geheimdienste, darf ruhig verwundert sein. Wenn jedoch Generalbundesanwalt Harald Range sagt, "mit den Mitteln des Strafprozessrechts sei aufgrund fehlender Beweise, nicht gerichtsfest zu beweisen", dass Geheimdienste, dass Kanzlerhandy angehört haben, wird dennoch sicher denken, dass im Fall Mario K., nicht mit dem gleichen Maß wie beim Generalbundesanwalt gemessen wurde, obwohl in beiden Fällen die Beweise fehlen...
Das in diesem Zusammenhang Verteidiger Weimann, die Urteilsbegründung eine Kopie dessen nannte, was die Staatsanwaltschaft um Staatsanwalt Jochen Westphal, im Plädoyer gesagt hätte, spricht wie das gesamte Urteil nicht für den Vorsitzenden Richter Matthias Fuchs samt Richterkollegen - und irgendwie kann der Verfasser dieses Artikels, dass Gefühl nicht mehr verdrängen, sehr froh zu sein, dass diese deutschen Richter so weit weg sind, von Mogadischu/Somalia - Banjul/Gambia und der Krim/Russland!
So bleibt am Ende allen dessen nur zu hoffen, dass einem Mario K. das Schicksal von Albert Woodfox erspart bleibt, welcher nach 43 Jahren Haft (aufgrund einer lebenslänglichen Indizienverurteilung) zwar als unschuldig erklärt wurde, aber immer noch mit den eiskalten Mühlen des Gesetzes zu kämpfen hat. Denn Schuld oder Unschuld eines Menschen, sollten immer NUR auf eindeutigen Beweisen bassieren, weil das Leben mit jeder eventuell gestohlenen Minute zu kostbar ist, auch wenn vielleicht so nicht jeder Fall aufgeklärt werden kann...   (BTZ-BTB-DTZ) http://news-front.info/category/deutsch