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Griechenland - woher sollen 34,9 Milliarden kommen?

Frau Merkel - wann treten Sie endlich zurück?Es scheint bei weitem nicht der erhofft große Durchbruch zu sein, jedoch kommen sich die Europäischen Union (EU) und Griechenland im Schuldenstreit näher.
In diesem Zusammenhang musste der griechische Premierminister Tsipras zusichern, die nächste Rate, fällig am Freitag 05.06.2015, des Internationalen Währungsfonds (IWF), in satter Höhe von 300 Millionen Euro (Schulden und Zinsen) zahlen zu wollen. Dafür darf Griechenland auf Zugeständnisse bei den Sparauflagen hoffen. Zudem will die griechische Regierung unter Ministerpräsident Alexis Tsipras (40), die Gläubiger unter anderem mit Privatisierungen und einem Frühverrentungsverbot zu weiteren Milliardenzahlungen bewegen.
Auf lange Frist gesehen, sowie vor allem unter den derzeitigen gepressten Voraussetzungen der Eurogruppe, des IWF und der Gier der Gläubiger nach Rendite ihrer Kredite, können die Griechen mit ihrem Premierminister Alexis Tsipras und Finanzminister Yanis Varoufakis, den roten Bleistift drehen und wenden wie sie wollen! Internationale Finanzexperten sehen den Fall Griechenland daher nüchtern und sagen deutlich: "Griechenland ist für Investoren nur noch ein Katalysator zum Generieren von Geld - mittels einer dreisten Bedienung des Schuldendienstes! Als Wirtschaftsfaktor für die Europäische Union (EU) ist Griechenland zumindest unter diesen Schuldendienstauflagen - aktuell "tot".
Die Faktenlage ist nach Ansicht von BERLINER TAGESZEITUNG - Berliner Tageblatt - Deutsche Tageszeitung klar, die erste Rate von 300 Millionen Euro wird am Freitag fällig und bis zum Herbst muss Griechenland in einzelnen Etappen sagenhafte 34,9 Milliarden Euro aufbringen, das dies gelingen soll ist bereits angesichts klammer Kassen in Athen glatter Unfug. Bundeskanzlerin Angela Merkel weiß dies ebenso wie der Präsident der EU-Kommission, Jean-Claude Juncker und der in Athen mehr als unbeliebte Eurogruppen-Chef, Jeroen Dijsselbloem. Wenn hierzu bereits jetzt schon die machtgesteuerten Boulevardgazetten fachsimpeln, dass die Zeit drängt, weil das Hilfsprogramm zum Monatsende 06-2015 ausläuft und Athen im Juni insgesamt 1,6 Milliarden Euro an den Internationalen Währungsfonds (IWF) zurückzahlen muss – was das Land überfordern dürfte - dann fragt sich selbst der dümmste Rechenkünstler, wo bis zum Herbst 2015 gigantische 34,9 Milliarden Euro an Schuldenrückzahlungen in Griechenland gefunden werden, wenn man nicht ohne Sinn und Verstand die Notenpresse anwerfen will?
Man mag in Berlin, Paris, London und Brüssel zur Stunde ja viel an großer Rhetorik schwingen, um hier nur kurz die Worte des Präsidenten der EU-Kommission, Jean-Claude Juncker, wiederzugeben - welcher das jüngste Treffen als "konstruktiv" lobt, fest steht, Griechenland wird entweder kurz- mittelfristig einen Schuldenschnitt benötigen, oder ist schlichtweg in die Pleite getrieben worden.
Wenn hingegen die EU hingegen, vor dem Hintergrund politischer Machtinteressen, nicht ohne Chance aus Rückzahlung Milliardenkredite in die Ukraine schaufeln würde, wäre vielleicht genug Geld für Griechenland als EU-Mitglied da, um den Griechen diesen durchaus sinnvollen Schuldenschnitt (vor allem mit Blick auf deren Wirtschaftsleistung) zu gewähren. Dazu hingegen gehört aber der Mut die Ukraine schlichtweg fallenzulassen, oder dort einen bisher nicht einmal ansatzweise begonnenen Reformweg, mit Nachdruck einzufordern- wobei daran erinnert sei, dass die Ukraine auch nach der so genannten Maidan Revolution, der korrupteste Staat Europas ist (Platz 142 von 172 Staaten, laut Transparency International).   (P.Hansen---BTZ)