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ROSENMONTAG 2017: "Merkel badet in Problemen!"

In Köln sitzt US-Präsident Donald Trump als Neuling in der weltpolitischen Schulklasse, in Mainz trampelt der neue US-Präsident als Elefant durch den Porzellanladen: Die Motivwagen in den Rosenmontagszügen der Karnevalshochburgen nehmen auch in diesem Jahr wieder frech die große Politik auf närrische Korn. Am Dienstag stellten die Karnevalisten in Köln und Mainz ihre Schmuckstücke für die Züge am 27. Februar 2017 vor.

Zu den Hinguckern in Köln dürfte ein Persiflagewagen zählen, der eine ziemlich grimmig dreinschauende Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) als hilflos auf dem Rücken liegenden Marienkäfer zeigt - während ihr bestens gelaunter SPD-Herausforderer Martin Schulz mit Schmetterlingsflügeln zum Höhenflug ansetzt. Die Mainzer Narren präsentieren den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, der mit einem Traktor über die zarten Pflänzchen der Meinungs- und Pressefreiheit hinwegfährt. In Köln und in Mainz greifen die Wagenbauer auch das Thema Brexit auf - so zeigt der Mainzer Zug das sinkende Schlauchboot mit der Britannia, die das schlingernde EU-Schiff verließ hat und nun selbst vor dem Untergang steht.
Ein Geheimnis umgibt auch in diesem Jahr den Düsseldorfer Rosenmontagszug, dessen Motivwagen als besonders pfiffig und scharfzüngig gelten. Sie werden wie immer in der NRW-Landeshauptstadt erst am kommenden Rosenmontag zu sehen sein. Für den Straßenkarneval und damit auch die großen Rosenmontagszüge gelten nach Informationen von BERLINER TAGESZEITUNG, in diesem Jahr noch einmal massiv verschärfte Sicherheitsvorkehrungen. Nach dem Lkw-Anschlag von Berlin im Dezember sollen während der Karnevalszüge Zufahrtsstraßen mit Sperren aus Beton oder durch quer gestellte Fahrzeuge blockiert werden. Zudem wurden vielerorts Fahrverbote für Lastwagen verhängt.  (Y.Ivanowa--BTZ)