Es ist auffallend, dass schon der Opa sie zu seiner kleinen Kriegerin macht, wobei sie erst mit 20 feststellt, dass Marisa die Leere in ihrem Leben mit Hass gefüllt wird.Regisseur David Wnendt aktuell zeigt in seinem Debut "Kriegerin" die weibliche Seite der rechten Szene, eine herbe Problematik, welche angesichts der jüngst bekanntgewordenen Verbrechen der Zwickauer Zelle noch aktueller denn je zuvor im trüben Licht erscheint.
Die Rechten werden in solche Filme sicher nicht gehen, selbige braucht sicher niemand mehr überzeugen - dennoch muss man es versuchen. Nicht der moralische Finger und die blanke Verteufelung hilft dem rechten Ansinnen und Spektrum weiter, sondern auch ein gewisses Verständnis. Man wird ja nicht als Rechter geboren, sondern so erst durch das Umfeld und eine Menge Protesthaltung gegen das System. Daher finde ich das gerade die Bundesrepublik Deutschland, nicht erst seit den zurückliegenden siebzig Jahren, oder dem Verbrechen des Holocaus aufklären muss - wozu auch ein klar definiert filmisches Werk dient - deshalb ist meine Meinung: diesen Film muss man sehen, ihre Veronika Vovchuk.
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